Guttenberg: Von Einsicht keine Spur

Ich gehe nicht alleine wegen meiner so fehlerhaften Doktorarbeit, wiewohl ich verstehe, dass dies für große Teile der Wissenschaft ein Anlass wäre.

Beim Ex-Verteidigungsminister ist keinerlei Einsicht zu erkennen. Immer noch hält er die Legende von den “Fehlern” aufrecht und streitet ab bewusst getäuscht zu haben. Das kauft ihm keiner ab, und das ist auch der wahre Grund seines Rücktritts.

Aber wieder versucht er, die Regeln des Spiels zu diktieren. Es ist einfach nur die nächste Scheibe in der Salamitaktik. In seiner Darstellung tritt er eben nicht zurück, weil er ein Betrüger und Hochstapler ist und daher für Amt und Mandat ungeeignet, sondern er tritt zurück, weil die Medien so viel über ihn als Person schreiben, dass von den wirklich wichtigen Themen, die ihm so am Herzen liegen, abgelenkt wird. Bisher hat ihn das nie gestört. Weil positives geschrieben wurde.

Wenn es dabei jetzt bleibt, dann behält er sein Mandat und kann irgendwann, wenn dieses störende Medieninteresse nicht mehr besteht, auch wieder bedenkenlos Ämter übernehmen.

Deshalb darf es dabei jetzt nicht bleiben. Der Mann hat bewusst betrogen und getäuscht. Damit fehlt ihm das, was man für Amt und Mandat braucht: Glaubwürdigkeit. Und sein Umgang mit den Vorwürfen, die Arroganz, die Salamitaktik unterstreicht dies noch. Und dann auch noch die Stirn zu haben, genau diesen Umgang als “vorbildlich” darzustellen, wie er es in der Aktuellen Stunde im Bundestag am 23.02. tat, … da fehlen mir einfach die Worte.

Herr Guttenberg, Sie sind weder für Amt, noch für Mandat geeignet. Legen Sie Ihr Mandat nieder.

Wenn Sie Empfehlung von mir haben wollen, was Sie zukünftig mit Ihrer Zeit anfangen sollen:

Machen Sie in ehrlicher Arbeit Ihr zweites Staatsexamen.


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