A, wenn nicht A – Die Bahn und die Logik

In der klassischen Logik funktioniert der Satz “A, wenn nicht A” nicht. Er würde nämlich bedeuten, dass ein bestimmter Sachverhalt A gegeben ist, wenn er nicht Gegeben ist. Und das klappt ja nun aus offensichtlichen Gründen nicht.

Außer bei der Bahn. Die können das. Die können sagen:

Ja, liebe GDL, ihr bekommt einen eigenständigen Tarifvertrag, dieser muss sich aber “konflikt- und widerspruchsfrei in das DB-Gesamttarifsystem” einpassen.

Heißt also soviel wie: Eigenständiger Tarifvertrag ja, aber nur wenn er nicht eigenständig ist.

Sinn ergibt diese Aussage nur, wenn man davon ausgeht, dass die Bahn die GDL falsch verstanden hat. Falls die Bahn dachte, dass die GDL den selben Vertrag wie TransNet und die anderen haben wollen, ihnen aber wichtig ist, dass oben “Speziell für die GDL” draufsteht. Aber so viel Unverstand mag ich der Bahn nicht unterstellen. Bleibt also nur, dass die Bahn mit neuer Logik experimentiert.

Das wirklich Verwunderliche daran ist, dass so viele Menschen diese Logik zu verstehen scheinen…

P.S.: Das Bild ist übrigens schamlos von tagesschau.de geklaut, äh, herverlinkt…

2 Gedanken zu „A, wenn nicht A – Die Bahn und die Logik

  1. Hat der Pispers doch schon schön vorgeführt: “Wir bleiben bei der Rente mit 65, es kann aber sein, dass Sie bis 67 dafür arbeiten müssen.”

  2. Pingback: Bahn - Deutsch, Deutsch - Bahn oder El Belegschaft unido jamás será vencido « Hirnbloggade

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