Diaspora User auf identi.ca bzw. status.net abonnieren

Da sowohl Diaspora, als auch status.net das OStatus-Protokoll verwenden, habe ich vor einigen Tagen laut auf Diaspora darüber nachgedacht, ob man sich nicht über die Netzgrenzen hinweg folgen kann.

Zumindest in eine Richtung funktioniert das auch tatsächlich. Ich habe mal experimenthalber in meinem identi.ca-Account meinen eigenen Diaspora-Account abonniert. Und siehe da, alles was ich bei Diaspora in die public timline (also “Welt”) poste, erscheint tatsächlich in meiner identi.ca-Timline, wie jedes andere status.net-Abonnement auch. Alles was nur an einzelne Aspekte gepostet wird, taucht natürlich nicht auf, ist ja auch gewünscht so.

Und so geht’s:

Beim eigenen identi.ca-Account (oder einer anderen status.net-Instanz) anmelden und rechts bei den Abos auf “Remote” klicken.

Dann den gewünschten Diaspora-User eintragen:

Auf “Weiter” und dann “Bestätigen” klicken und fertig.

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Vorgetäuschte Partizipation

Einen Auszug aus dem Eintrag “Partizipation” aus dem “Evangelischen Staatslexikon” (Hrsg.: Herzog, R. et.al.), Band 2, Stuttgart 1987 (3. erw. Auflage) möchte ich Euch nicht vorenthalten.

Wir befinden uns in der Abschnittshierarchie an folgender Stelle des Eintrags:

  • III. Gesellschaftliche Bedeutung
    • A. Integrationstheoretischer Ansatz (es geht hier um Systemintegration)
      • 1. Integrationstheoretische Vorzüge von Partizipation
        • b) Konsensbeschaffung

Und nun das Zitat:

“P. kann Widerstände der durch Akte der Herrschaftsausübung Betroffenen abbauen und damit die Durchsetzung des jeweiligen Herrschaftsaktes erleichtern. Das kann geschehen, indem aufgrund der P. der Herrschaftsakt den Interessen der Betroffenen jedenfalls in den Randbereichen angepaßt wird.”

Soweit so eklig. Aber weiter:

“Es kann aber schon genügen, daß durch P. den Betroffenen nur das Gefühl vermittelt wird, an der Herrschaft beteiligt zu sein, wobei insbesondere ausgebildetere P.verfahren durch Isolierung des einzelnen und ‘Zerkleinerung’ seiner Interessen im Sinne LUHMANNS legitimitätsbildende Wirkung entfalten können.”

Auf deutsch: Wichtig ist, dass die Leute das Gefühl haben, beteiligt zu sein. Je komplizierter das Beteiligungsverfahren, desto isolierter ist der einzelne Mensch und desto weniger ist er sich bewusst, dass er nicht der einzige ist, dessen Interessen unter die Räder kommen.

Ich fürchte, das haben viel zu viele Politiker gelesen und verstanden…

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How to adapt QTScrobbler for libre.fm

  1. Download the source code from http://qtscrob.sourceforge.net/
  2. Unpack it to a directory
  3. In this directory go to src/lib/ and open the file libscrobble.h in a text editor
  4. Find the line saying
    #define HANDSHAKE_HOST "post.audioscrobbler.com"
    and replace
    post.audioscrobbler.com
    with
    turtle.libre.fm
  5. Compile
  6. Have fun!


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Guttenberg: Von Einsicht keine Spur

Ich gehe nicht alleine wegen meiner so fehlerhaften Doktorarbeit, wiewohl ich verstehe, dass dies für große Teile der Wissenschaft ein Anlass wäre.

Beim Ex-Verteidigungsminister ist keinerlei Einsicht zu erkennen. Immer noch hält er die Legende von den “Fehlern” aufrecht und streitet ab bewusst getäuscht zu haben. Das kauft ihm keiner ab, und das ist auch der wahre Grund seines Rücktritts.

Aber wieder versucht er, die Regeln des Spiels zu diktieren. Es ist einfach nur die nächste Scheibe in der Salamitaktik. In seiner Darstellung tritt er eben nicht zurück, weil er ein Betrüger und Hochstapler ist und daher für Amt und Mandat ungeeignet, sondern er tritt zurück, weil die Medien so viel über ihn als Person schreiben, dass von den wirklich wichtigen Themen, die ihm so am Herzen liegen, abgelenkt wird. Bisher hat ihn das nie gestört. Weil positives geschrieben wurde.

Wenn es dabei jetzt bleibt, dann behält er sein Mandat und kann irgendwann, wenn dieses störende Medieninteresse nicht mehr besteht, auch wieder bedenkenlos Ämter übernehmen.

Deshalb darf es dabei jetzt nicht bleiben. Der Mann hat bewusst betrogen und getäuscht. Damit fehlt ihm das, was man für Amt und Mandat braucht: Glaubwürdigkeit. Und sein Umgang mit den Vorwürfen, die Arroganz, die Salamitaktik unterstreicht dies noch. Und dann auch noch die Stirn zu haben, genau diesen Umgang als “vorbildlich” darzustellen, wie er es in der Aktuellen Stunde im Bundestag am 23.02. tat, … da fehlen mir einfach die Worte.

Herr Guttenberg, Sie sind weder für Amt, noch für Mandat geeignet. Legen Sie Ihr Mandat nieder.

Wenn Sie Empfehlung von mir haben wollen, was Sie zukünftig mit Ihrer Zeit anfangen sollen:

Machen Sie in ehrlicher Arbeit Ihr zweites Staatsexamen.


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Gemicrobloggtes – 28. January 2011